Gags, Gags, Gags wohl dosiert mit „Orpheus in der Unterwelt“ im Stadttheater Klagenfurt

Von „Heaven’s Spa“ zu „Welcome to Hell“ –  Jacques Offenbachs Reise mit Orpheus und seiner Eurydike in die Unterwelt im Stadttheater Klagenfurt  (Titelfoto Arnold Pöschl) #
(c) Arnold Pöschl

ORPHEUS, MUSIKLEHRER
Matthias Störmer
Thomas Tischler (15. & 23.01.2026)
EURYDIKE
Maria Perlt-Gärtner

Die Ehe von Orpheus und Eurydike ist am Ende: Eurydike langweilt sich daheim zu Tode, während der eher unbegabte Geiger Orpheus seine Schülerinnen betatscht. Eurydike findet Interesse  an dem virilen Aristeus, der sich jedoch als Pluto entpuppt, seines Zeichens Herrscher der Unterwelt. Er nimmt sie mit in sein finsteres Reich. Orpheus bleibt frohlockend über den Fortgang seiner Frau zurück. Doch er hat die Rechnung ohne die Öffentliche Meinung gemacht, die auf den Plan tritt und im Sinne des bürgerlichen Anstandes Orpheus auffordert, auf den Olymp zu  gehen und vor den Göttern den Anspruch auf Rückgabe seiner Ehefrau durchzusetzen.
Als dann auch noch die Neue Öffentliche Meinung erscheint und die Frage stellt, was eigentlich Eurydike zu all dem sagt, ist es um die Ordnung im Götterhimmel wie in der Unterwelt  geschehen. Alte Besitzansprüche geraten in einen Konkurrenzkampf mit den neuen Verhältnissen – ein Konflikt, der schließlich in einem turbulenten Fest in Plutos Reich eskaliert, das seinen Höhepunkt im berühmten Höllen-Cancan findet.
Ob Anstand und Ehrgefühl, ob Leidenschaft und Erotik – nichts ist vor Offenbachs Spott sicher, den er mit französischer élégance in spritzige und mitreißende Musik kleidet. Inszenieren wird  dieses furiose Spektakel eine Koryphäe des Operettentheaters: Peter Lund feiert mit dieser Produktion sein längst überfälliges Debüt in Klagenfurt.
(c) Arnold Pöschl
„Orpheus in der Unterwelt“ feiert schwungvolle Premiere im Stadttheater Klagenfurt
Jacques Offenbachs Operettenklassiker „Orpheus in der Unterwelt“ begeisterte bei der Premiere im Stadttheater Klagenfurt mit Esprit, Witz und Tempo. Peter Lunds Regiedebüt und das Kärntner Sinfonieorchester sorgten für reichlich Applaus.   (Mein Klagenfurt)
(c) Arnold Pöschl
Olympische Saunagespräche
(c) Arnold Pöschl
DIE NEUE ÖFFENTLICHE MEINUNG
Jasmin Eberl
HANS STYX, DIENER VON ORPHEUS
Christoph Wagner-Trenkwitz
DIE (EHEMALIGE) ÖFFENTLICHE MEINUNG / JUNO, JUPITERS FRAU
Sarah Alexandra Hudarew
VENUS, GÖTTIN DER LIEBE
Ina Trabesinger
MINERVA, GÖTTIN DER WEISHEIT
Teresa Krall
Elisabeth Blutsch (30.01.2026)
MARS, GOTT DES KRIEGES
Fabio Kopf
Robert Johansson (27., 28., 31.12. 2025)
CUPIDO, LIEBESGOTT
Dominik Müller
Robert Johansson (11. & 13.12.2025)
MERKUR, GÖTTERBOTE
Ricardo Frenzel Baudisch
Robert Johansson (23.01.2026)
DIANA, GÖTTIN DER JAGD
Lisa-Marie Rettenbacher
BACCHUS, GOTT DES WEINES
Tobias Blinzler
DANCE CAPTAIN UND SWING
Robert Johansson
(c) Arnold Pöschl
JUPITER, OBERSTER GOTT, HERR DES OLYMP
Erwin Belakowitsch
PLUTO / ARISTEUS, HERR DER UNTERWELT / SCHÄFER
Adrian Domarecki
(c) Arnold Pöschl

Mit reichlich Applaus feierte Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ am 11. Dezember im Stadttheater Klagenfurt Premiere. Regisseur Peter Lund, der mit dieser Produktion sein Klagenfurt-Debüt gab, inszenierte den Operettenklassiker als temporeiches, charmant-ironisches Spiel über Liebe, Moral und göttliches Chaos.

Das Publikum erlebte einen Abend voller Witz, Eleganz und Esprit, getragen von Offenbachs Musik, die in der musikalischen Leitung von Chin-Chao Lin und dem Kärntner Sinfonieorchester ihre ganze Leichtigkeit und Raffinesse entfaltete.  (Mein Klagenfurt)

(c) Arnold Pöschl
Der Prinz von US-Adien ist auch in der Hölle gelandet
(c) Arnold Pöschl
(c) Arnold Pöschl
(c) Arnold Pöschl
Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt
(c) Arnold Pöschl
Im Zentrum von „Orpheus in der Unterwelt“ steht das ungleiche Paar Orpheus und Eurydike, er ein selbstverliebter Musiker, sie gelangweilt und auf der Suche nach Leidenschaft.
Als Eurydike sich ausgerechnet in Pluto, den Herrscher der Unterwelt, verliebt, nimmt das Chaos seinen Lauf. Die Öffentliche Meinung zwingt Orpheus, auf den Olymp zu ziehen, um seine Frau zurückzufordern. Doch als auch noch die Neue Öffentliche Meinung auftritt, geraten alte Ansichten und moderne Ideen in einen turbulenten Schlagabtausch, der schließlich in einem rauschenden Fest mit dem berühmten Höllen-Cancan gipfelt.
Das Ensemble überzeugte mit Spielfreude und starker Bühnenpräsenz: Matthias Störmer, Thomas Tischler, Maria Perlt, Erwin Belakowitsch und Adrian Domarecki verkörperten die schillernden Figuren dieser satirischen Götterwelt mit viel Humor und Energie. Für Bühne und Kostüme zeichneten Jürgen Kirner und Daria Kornysheva verantwortlich, die mit opulenter Farbigkeit und detailreicher Gestaltung den Ton des Abends prägten.
Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ zeigte sich in Klagenfurt als spritzige, musikalisch fein ausbalancierte und in ihrer Gesellschaftssatire zeitlos aktuelle Produktion.
https://www.mein-klagenfurt.at/mein-klagenfurt/events-veranstaltungen/warst-du-dabei/dezember-2025/orpheus-in-der-unterwelt-feiert-schwungvolle-premiere-im-stadttheater-klagenfurt?
(c) Arnold Pöschl
MUSIKALISCHE LEITUNG
Chin-Chao LinGünter Wallner (23., 27., 28.12.2025 & 15., 17.01.2026)
Laurynas Kanevičius (23., 28.01.2026)
REGIE
Peter Lund
BÜHNE
Jürgen Kirner
KOSTÜME
Daria Kornysheva
CHOREOGRAPHIE
Anastasia Troska
CHOREINSTUDIERUNG
Günter Wallner
DRAMATURGIE
Markus Hänsel
Standing ovations somewhere between Heaven and Hell in Klagenfurt
nach dem Höllen-CanCan mit dem Chor des Stadttheaters Klagenfurt
… mit Neuhauser Beteiligung
Seitenblicke zum Intendanten
… und zum Lindwurm