Archiv 1977: Besuche in Galiläa, am See Genesareth, in Nazareth, am Toten Meer und in Jerusalem im Heiligen Land Israel

Die Old City of Jerusalem, im Bild mit einem Studienkollegen aus Klagenfurt, war nur eines der vielen Ziele, die ich im Rahmen meines achtwöchigen Kibbutzaufenthaltes in Israel im Sommer des Jahres 1977 erleben konnte.  Neben und nach der morgendlichen Arbeit im Kibbutz blieb viel Zeit für ausgedehnte Reisen im ganzen Land. 
Erfrischung brachte immer wieder der Gan Hashlosha National Park in Sachne
Aktueller Hinweis (Stand: März 2026)
Aufgrund der aktuellen militärischen Eskalation in der Region (Angriffe zwischen Israel und dem Iran) wird die Lage vor Ort als gefährlich eingestuft. Pilger und Bewohner mussten teilweise Schutz in Bunkern suchen. Es wird dringend empfohlen, aktuelle Reisehinweise des Außenministeriums zu prüfen, bevor eine Reise geplant wird.
 
 
Besonders viel zu entdecken gab es 1977 rund um den See Genesareth, the Sea of Galilee or Lake Tiberias
Auf den Spuren von Loudon Wainwright III singing :
I can walk on the water and I can raise the dead
It’s easy…. I’m the way
Tabgha (arabisch: at-Tabigha; griechisch: Heptapegon) ist eine bedeutende christliche Pilgerstätte am Nordwestufer des Sees Genesareth
Brotvermehrungskirche: Sie erinnert an die Speisung der Fünftausend. Berühmt ist sie vor allem für ihre byzantinischen Bodenmosaike aus dem 5. Jahrhundert, insbesondere das bekannte Motiv mit dem Korb voll Brot und zwei Fischen. (KI)
Antikes Capernaum (Kafarnaum)
Lage: Nordwestliches Ufer des Sees Genezaret in Israel.
Bedeutung: War eine Fischerstadt, Zollstation und „Zweite Heimat“ Jesu, wo er Wunder wirkte.
Archäologie: Heute eine wichtige Ausgrabungsstätte (Kfar Naḥūm) mit Resten einer Synagoge und dem Haus des Petrus
Capernaum, the „City of Jesus,“ is an archaeological site (Franciscan/National Park) on the Sea of Galilee
.
„Blessed are the meek, for they shall inherit the earth“
Der Berg der Seligpreisungen am Nordufer des Sees Genezareth ist ein zentraler Ort des christlichen Glaubens, an dem Jesus der Überlieferung nach die Bergpredigt (inklusive der Seligpreisungen) hielt.
Die Kirche der Seligpreisungen: Die auf dem Hügel stehende römisch-katholische Kirche wurde bereits 1936–1938 von dem bekannten italienischen Architekten Antonio Barluzzi erbaut.
Struktur: Die Kirche ist achteckig, was die acht Seligpreisungen symbolisiert, und wird von Franziskanerinnen betreut.
The Mount of Beatitudes, believed to be the setting for Jesus’ most famous discourse, the Sermon on the Mount, is one of the most beautifully serene places in the Holy Land.
Overlooking the northwestern shore of the Sea of Galilee, it offers an enchanting vista of the northern part of the lake and across to the cliffs of the Golan Heights on the other side.
Um 1977: Zu dieser Zeit war der Berg der Seligpreisungen bereits eine etablierte Pilgerstätte. Die Umgebung wurde in den Jahren zuvor durch die Anlage der Gärten und des Klosters weiter gestaltet. Die umliegende Landschaft bietet einen Blick auf den See Genezareth und das Gebiet, in dem Jesus gewirkt hat.
Kärntnertreffen am See Genesareth:
Im Jahr 1977 waren österreichische UNO-Soldaten (Blauhelme), darunter auch Kärntner, im Rahmen der UNDOF-Mission (United Nations Disengagement Observer Force) auf den israelisch besetzten Golanhöhen stationiert. Diese Truppe überwachte den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien nach dem Jom-Kippur-Krieg von 1973.
  • Situation 1977: Die Mission galt als gefährlich, da die Soldaten direkt zwischen den Fronten standen. 1977 war das Jahr, in dem Menachem Begin israelischer Premierminister wurde, was zu einer neuen Dynamik im Nahostkonflikt führte.
  • Mission: Es handelte sich um eine klassische Friedenssicherungsmission (Chapter VI), die 1974 begann. (KI)
Fishermen at the Sea of Galilee
Badeausflug zum See Genesareth
Volunteers an den Quellen des Jordan
The Roman Theater in the city Bet Shean, only a few kilometers to the east of Mesilot. This is the grand, semi-circular structure located at the southern end of the main excavated city.
Ort der Verfilmung der Rockoper Jesus Christ Superstar (1973)
Das römische Theater in Bet Shean: Dieses diente im Film als monumentale Kulisse für die Balladen „Trial Before Pilate“ (Das Verhör vor Pilatus) und das große Finale „Superstar“. Das Theater mit seinen korinthischen Säulen und schwarzen Basaltsteinen bot die ideale architektonische Bühne für diese Machtzentren.
Judas’ Tod & Verzweiflung:
Die Aufnahmen, in denen Judas (gespielt von Carl Anderson) von Reue überwältigt wird und schließlich Suizid begeht, wurden vor der kargen Kulisse der israelischen Wüste (nahe Avdat oder in der Negev-Wüste) gefilmt.
Der Galgen für Judas steht 1977 in Bet Shean
Bet Scheʾan (hebräisch בֵּית שְׁאָן Bēt-Šəʾān; arabisch بَيْسَانَ, DMG Baisān) ist eine Stadt in Israel. Weitere Schreibungen des hebräischen Namens in lateinischer Schrift: Bet-Schean, Beit Scheʾan und Bet Sheʾan.
Die Stadt liegt in der Beit-Scheʾan-Senke (hebräisch בִּקְעַת בֵּית שְׁאָן Biqʿat Bēt-Šəʾān) des Jordangrabens im Nordbezirk Israels, ca. 25 km südlich des Sees Genezareth am Ende der Neuen Jesreʾeltalbahn nahe der jordanischen Grenze.
Gast bei einer Hochzeit in Bet-Schean
Besuche in der Heiligen Stadt Nazareth in den Bergen Galiläas
Verkündigungsbasilika: Die größte christliche Kirche im Nahen Osten, erbaut über der Grotte, in der Maria die Botschaft des Engels Gabriel empfangen haben soll.
Die heutige Verkündigungsbasilika ist bereits das fünfte Gotteshaus über der Verkündigungsgrotte; sie wurde von dem italienischen Architekten Giovanni Muzio erbaut und am 23. März 1969 geweiht.[1] Die dreischiffige Basilika ist 67,5 Meter lang und 35 Meter hoch; sie ist die größte Kirche im Nahen Osten und eine seiner größten heiligen Stätten. Über den Ruinen der früheren wurden zwei miteinander verbundene Kirchen aus Stein errichtet, die Ober- und die Unterkirche. Die Besonderheit des Gebäudes liegt in dem zentralen Kuppelbau, der die drei Ebenen des Gebäudes miteinander verbindet. In der Unterkirche befindet sich der Ort, den die Tradition als Ort der Verkündigung ansieht. Die Oberkirche enthält viele Mosaiken, Fresken und Skulpturen. Der Kuppelbau darüber ist schlicht ausgeführt.
Greetings from Nazareth
Walking the dog in Galilee with Mount Tabor in the background. Mount Tabor is known for its beautifully round shape rising from the ground in the heart of Lower Galilee.
Wherever you go never forget your water bottle
Der Mount Tabor ist 588 m hoch und befindet sich in Galiläa südlich des Sees Genezareth in Israel. Mit seiner Höhe sticht er markant aus der umliegenden flachen Umgebung des Jezreel-Tals hervor. Überlieferungen nach soll auf dem Berg die Verklärung (Transfiguration) Jesu Christi stattgefunden haben. Mit seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes soll Jesus zum Beten auf den Mount Tabor gegangen sein. Während dem Beten sollen sein Gesicht und Gewand leuchtend weiß geworden und er von überirdischem Licht überstrahlt („verklärt“) worden sein.
Heute ist der Berg mit der imposanten Verklärungsbasilika Anziehungspunkt vieler Pilger. Der Aufstieg lohnt sich aber allein schon wegen dem schönen Ausblick auf eine der fruchtbarsten Gegenden Israels.
Die in der Zeit von 1921 bis 1924 gebaute römisch-katholische Verklärungskirche ist bis heute der markante Punkt auf der östlichen Seite des Bergplateaus
Mount Tabor is a massive cone-shaped mountain at the north of the valley Esdraelon. The origin of the name comes from the Semitic, meaning height, mountain or navel. Mount Tabor has been associated with the “High Mountain” on which the Transfiguration of Christ took place. 
Summer sunset above the Kibbutz Mesilot and Mount Gilboa in the West
Schützengräben am Mount Gilboa, westlich des Kibbutz Mesilot
Der Berg Gilboa war aufgrund seiner strategischen Lage über dem Jesreel-Tal und an der Grenze zum Westjordanland (bis 1967) ein hochgradig militarisiertes Gebiet.
  • Sechstagekrieg (1967): Während des Krieges war der Gilboa Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der israelischen Armee und jordanischen Truppen. Die heute noch sichtbaren Schützengräben und Bunkeranlagen stammen primär aus dieser Zeit.
  • Zustand 1977: Zehn Jahre nach dem Sechstagekrieg waren viele dieser Gräben bereits verlassen, dienten aber teilweise noch als Verteidigungsstellungen oder wurden als Gedenkstätten und Wanderwege erschlossen. In dieser Zeit begann der Jüdische Nationalfond (KKL) verstärkt mit der Aufforstung und der Umwandlung der ehemaligen Schlachtfelder in Naturparks. (KI)
Taking a walk on Mount Gilboa
Looking down across the fishponds of Mesilot
Der Bergzug des Gilboa erhebt sich östlich der Jesreelebene bis zu einer Höhe von 508 m; er erstreckt sich in südöstlicher Richtung über etwa 20 Kilometer. Das Gebiet um Bet Scheʾan östlich des Bergzugs liegt bereits unter dem Meeresspiegel, so dass die absolute Höhe über 600 m beträgt. Am Gilboa befinden sich Naturschutzgebiete und Nationalparks, darunter der bekannte Park Gan haSchloscha („Garten der Drei“) bzw. Sachne, in dem warme Quellen entspringen.
Nach der biblischen Erzählung sammelte König Saul sein Heer im Kampf gegen die Philister am Gilboa. Das Totenorakel von En Dor sagte ihm eine Niederlage voraus, die tatsächlich eintrat: König Sauls Söhne – darunter auch sein Sohn Jonatan – fielen, er selbst stürzte sich in sein Schwert. Sein Leichnam wurde den biblischen Berichten zufolge von den Philistern an der Stadtmauer von Bet Scheʾan aufgehängt (1. Buch Samuel 28-31, )
Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges war die Region um den Gilboa hart umkämpft. Von den arabischen Dörfern am Berg erfolgten mit Unterstützung irakischer Truppen Angriffe gegen die jüdischen Siedlungen im Tal. Der Kampf um die Bergregion und deren Einnahme durch die Israelis wurde von Rivka Sturman in dem in Israel bekannten Volkstanz Debka Gilboa choreografisch verarbeitet.
Looking down on my avocado fields
Live at the Kibbutz
Travelling in Israel
Embracing the Mediterranean Sea
Travelling to Haifa and to the North as far as the border to the Lebanon
Einzug in Jerusalem
Happy Palm Sunday1
Staying in the Old City of Jerusalem
Visiting the Dome of the Rock
Der Felsendom
Das Jahr 1977 war in Jerusalem ein historischer Wendepunkt, geprägt vom Besuch des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat (19.–21. November), der erste Besuch eines arabischen Führers in Israel, was den Friedensprozess einleitete. Zudem kam es durch den Wahlsieg des Likud unter Menachem Begin im Mai zum „Mahapakh“ (Umwälzung), was die 30-jährige Herrschaft der Linken beendete.
Besuch in der riesigen Al-Aqsa-Moschee (Archivfoto), wenige Monate vor dem Besuch von Präsident Sadat. Nach der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee in Medina ist Al-Aqsa der drittwichtigste Ort für Muslime.
Der ägyptische Präsident Anwar Sadat besuchte Jerusalem vom 19. bis 21. November 1977, um vor der Knesset zu sprechen, was den Friedensprozess zwischen Ägypten und Israel maßgeblich vorantrieb. Er traf sich dort mit dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin.
Am Ende des Leidensweges Jesu, der Via Dolorosa befindet sich in der Altstadt von Jerusalem die heilige Grabeskirche. Die Überlieferungen benennen den Ort der Grabeskirche als Ort der Kreuzigung Jesu und auch als seine letzte Ruhestätte.
Religiöse Bedeutung des Ölberges – Mount of Olives für drei Religionen
  • Judentum: Der Ölberg beherbergt den ältesten und wichtigsten jüdischen Friedhof der Welt. Nach der Tradition wird hier die Auferstehung der Toten beginnen, wenn der Messias über den Berg nach Jerusalem einzieht.
  • Christentum: Viele Ereignisse aus dem Leben Jesu sind mit dem Berg verbunden. Am Fuße liegt der Garten Getsemane, wo Jesus vor seiner Verhaftung betete. Zudem gilt der Berg als Ort seiner Himmelfahrt.
  • Islam: Nach muslimischer Überlieferung wird am Ende der Zeit ein Seil vom Tempelberg zum Ölberg gespannt, über das die Gerechten schreiten werden.
Maria-Magdalena-Kirche: Bekannt für ihre markanten goldenen Zwiebeltürme (russisch-orthodox). – Interessante Begegnung mit Besuchern aus Asien
Die Paternosterkirche (Vaterunser-Kirche) ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude in Jerusalem. Es befindet sich auf dem Ölberg an der Stelle, an der Jesus Christus seine Jünger das Vaterunser-Gebet gelehrt haben soll. An den Wänden der Vorhalle und des Kreuzganges sind Majolikaplatten mit dem Text des Vaterunsers in 140 Sprachen angebracht; den deutschen findet man im südlichen Kreuzgang.
Friedhof am Ölberg
Mit einer Höhe von etwa 800 Metern bietet der Ölberg den berühmtesten Panoramablick über die Jerusalemer Altstadt und den Tempelberg.
Bloody tourists
Die Klagemauer ist der heiligste Ort des Judentums und ein Überbleibsel des zweiten Tempels, der im Jahr 70 n. Chr. zerstört wurde. Sie dient als zentraler Ort für Gebet und Trauer für Juden weltweit.
Die Mauer ist Teil der Westmauer des Tempelbergs in Jerusalem.  Sie ist ein Symbol für die Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. und ein Ort des Gebets.
Die Basare in der Jerusalemer Altstadt sind seit Jahrhunderten das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Stadt. Abendessen der Mesilot Volunteers im Basar.
Shopping im Basar in der Altstadt von Jerusalem
Weiter geht die Reise in den Süden in Richtung Wüste Negev und Totes Meer:
Another bombshelter disco on the banks of the Dead Sea
Sleeping bags good morning at the Dead Sea
Das Wadi David im En Gedi Naturreservat zählt mit seinen zahlreichen Wasserfällen zu den schönsten in ganz Israel.
Tucked amidst the rugged terrains of the Judean Desert, overlooking the serene Dead Sea, En Gedi Nature Reserve invites explorers from every corner to embrace the wonders of nature. Once a refuge for King David, today’s En Gedi is a symphony of cascading waterfalls, lush greenery, and diverse wildlife. Whether you’re an avid hiker, a wildlife enthusiast, or someone seeking solace in nature, En Gedi offers an unparalleled desert adventure.
En Gedi, meaning “spring of the kid (young goat)”, is a living testament to the resilience and beauty of nature amidst arid surroundings. For centuries, this oasis has been a source of life, stories, and inspiration. From its biblical references to its historical significance, every stream and trail narrates a tale.
Blick von Masada (Metzada) auf das Tote Meer im Jahr 1977 nach der Errichtung der Seilbahn
Masada, bekannt als Ort des letzten Widerstands jüdischer Rebellen gegen die Römer (73 n. Chr.), wurde 1966 zum Nationalpark erklärt und ist ein zentrales Symbol in Israel. Die Medaille von 1977 „Masada shall not fall again“ reflektiert die Verbindung von historischem Widerstand und moderner israelischer Identität.
Masada (altgriechisch Μασάδα Masada, neuhebräisch מְצָדָה Metzada) ist eine archäologische Stätte im Südbezirk in Israel. Auf einem Gipfelplateau am Rand der Judäischen Wüste, hoch über dem Toten Meer, ließ sich Herodes eine Palastfestung erbauen. Fertiggestellt wurde dieses königliche Refugium etwa 15 v. Chr.
Das berühmte Baden im Toten Meer
Breakfast getting ready 
In 1977, Rosh Hashana (the Jewish New Year) occurred on the following dates:
  • Rosh Hashana Eve: Monday evening, September 12, 1977.
  • Day 1: Tuesday, September 13, 1977.
  • Day 2: Wednesday, September 14, 1977.
The year corresponded to the Hebrew year 5738.
Saying goodbye to Mesilot …
Waiting for the flight to Vienna in the morning on Ben Gurion Airport near Tel Aviv
Flying home across the islands of Greece
… to the green green grass of Pudlach