Kurze Samstagsradtour mit Spaziergang zur versteckt am Wölblbach an der Staatsgrenze gelegenen früheren Eisenbahnbrücke, die einst von Lavamünd nach Dravograd führte #
Lost Place Eisenbahnbrücke
Weit über hundert Jahre steht die Eisenbahnbrücke in Rabenstein, doch nur wenigen ist sie bekannt. Das liegt wohl darin, dass von staatlicher Seite die Eisenbahnstrecke von Lavamünd nach Dravograd aufgelassen wurde und daher die Bedeutung verlor. Die Mitte der Brücke bildet in etwa die Staatsgrenze Österreich – Slowenien und es fließt der Wölblbach unterhalb hindurch. Der nächstgelegene Bahnhof war der Bahnhof Rabenstein, der mittlerweile abgetragen wurde. (Info: Homepage der Marktgemeinde Lavamünd)
An der jetzigen Drauflossanlegestelle befand sich einst die Eisenbahnhaltestelle Rabenstein
Die Eisenbahnhaltestelle Rabenstein an der Drau wurde erst ungefähr zu Anfang der Neunzehnhundertdreißiger Jahre errichtet. Das Stationsgebäude der Haltestelle Rabenstein ist eigentlich nur ein Bahnwärterhaus, bei dem dann ein „Bahnsteig“ errichtet wurde; dies genügte jedoch vollauf, da diese Station unbesetzt war.
Von Unterdrauburg nach Lavamünd Ein Rückblick Von Wolfgang Kieslinger
Am 18. Mai 1952 – sieben Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Korridorverkehr von Bleiburg über Unterdrauburg (Dravograd) nach Lavamünd eingerichtet, wie er auch schon nach dem Ersten Weltkrieg bestanden hatte. So war, wenn auch nur für den Personenverkehr, die direkte Bahnverbindung von Klagenfurt ins Lavanttal wiederhergestellt. Auf der 101 Kilometer langen Strecke von Klagenfurt bis Wolfsberg besorgten Triebwagen den Verkehr. Zwölf Jahre später nach Eröffnung der Jauntalbahn wurden dann durchgehende Züge über Wolfsberg hinaus bis Zeltweg geführt (dann jedoch nicht mehr aus schließlich als Triebwagenzüge, sondern als „normale“ Züge mit Diesellokomotiven). Damit wiederholte sich, verkehrsmäßig gesehen, ungefähr eine Entwicklung, wie sie wenn auch etwas anders bereits in den ersten Jahren der Lavanttalbahn festzustellen war. Denn diese Bahnlinie, die von Unterdrauburg (von der damaligen Südbahnstrecke abzweigend) im Jahre 1879 eröffnet worden war, reichte vorerst nur bis Wolfsberg. Erst im Jahre 1900 wurde die Fortsetzung bis Zeltweg eröffnet und solcherart die Verbindung mit der Kronprinz-Rudolf-Bahn hergestellt.
Durch die Eröffnung der Jauntalbahn, die in St. Paul in die Lavanttalbahn einmündet, wurde die Strecke zwischen St. Paul und Unterdrauburg zu einer unbedeutenden Nebenstrecke. Auf dem Teilstück zwischen Lavamünd und Unterdrauburg kam der Verkehr schließlich ganz zum Erliegen ….
Quelle: Carinthia I
Die Überreste der ursprünglichen historischen Eisenbahnbrücke erreicht man östlich der Steiner-Schottergrube an der Mündung des Wölblbaches in die Drau
Bauweise: Die ursprüngliche Brücke wurde als gewölbtes Bauwerk im Jahr 1879 fertiggestellt.
Lage: Sie liegt am östlichen Ende der Marktgemeinde Lavamünd, nahe der Haltestelle Rabenstein an der Drau, die erst um 1930 errichtet wurde.
Historischer Kontext: Dieser Teil der Strecke wurde nach dem Ersten Weltkrieg durch die neue Grenze zu Jugoslawien (heute Slowenien) unterbrochen. Der Zugverkehr wurde schrittweise eingestellt: 1965 nach Unterdrauburg und 1997 zwischen St. Paul und Lavamünd.
Der Wölblbach ist die Grenze zwischen Österreich und Slowenien
Blick von der Brücke auf die Drau und die Mündung des Wölblbaches
Drauflossanlegestelle am Ort des ehemaligen Bahnhofs Rabenstein
Die KELAG betreibt das Pumpspeicherkraftwerk „Koralpe“. Das Krafthaus ist einen Kilometer südöstlich von Ortszentrum Lavamünd gelegen.