Back to the roots an die Uni Graz und auf den Schlossberg etc. im Steirischen Herbst

Der Steirische Herbst hat begonnen, auf der Uni nimmt das sogenannte Wintersemester seinen Lauf – Zeit wieder einmal nach Graz zu schauen, zumal es jetzt ja mit der Koralmbahn ganz nahe liegt. Die perfekte Art die Stadt wieder einmal gründlich wiederzusehen ist dabei natürlich mit dem Fahrrad, mit dem man in Graz in kürzester Zeit wirklich viel sehen kann.
https://www.steirischerherbst.at/de/
Morgennebel in St. Paul
Sonne am anderen Ende des Tunnels am Bahnhof Weststeiermark
Europaplatz Graz
Lendplatz
Stadtpark
Blick vom Burggarten auf den Stadtpark
Platz der Menschenrechte und mein Forum Stadtpark
Quod erat Schubertheim und Mensa.
Ohne Studentenausweis hat es heute für mich dort nicht einmal einen Kaffee gegeben!!
Auf die Uni, fertig, los!
Red carpet in der Aula
Red carpet in meinem Lesesaal
Jimi Hendrix & Co
Where do I begin?
Mandellstraße und Kaiser Josefs Platz
Steirischer Herbst am Griesplatz
Freundliche Begrüßung in Griesplatz 34 
Für seine Ausstellung nutzt der steirische herbst ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert am Griesplatz 34, in dem sich zuletzt ein folkloristisches Schnitzellokal befand. Der Bezirk Gries hat sich in jüngster Zeit zu einem politischen Schlachtfeld entwickelt. Rechte meinen hier aufgrund des hohen Ausländer:innenanteils einen „Bevölkerungsaustausch“ vorzufinden und haben im heurigen Kommunalwahlkampf das Straßenbild – Dönerläden und Barbershops in der unmittelbaren Nachbarschaft – als Waffe eingesetzt, um Ängste vor „Unterwanderung“ zu schüren.
Die Party ist vorbei, oder vielleicht ist der ganze Traum der Gegenkultur auch endgültig geplatzt und hinterlässt lediglich Rückkopplungspfeifen. Heather Phillipson stellt sich eine Situation wie nach einer Gedenkfeier oder Totenwache vor. Die temporäre autonome Zone der Hausbesetzer:innen-Party ist zusammengebrochen, übrig sind nur ihre morbiden, entropischen Nachwehen.
Der Raum ist übersät mit Partydekorationen und vertrockneten Blumen in improvisierten Vasen. Die Soundanlage wurde noch nicht abgebaut, eine blasse VJ-Projektion läuft im Gedenken an jemanden weiter und ein überdimensionales Brot steht wie ein Sarg auf Sägeböcken. Phillipson platziert diese Trümmer in einen Raum, der von Größenwahn geprägt ist, unter einem Kronleuchter, der von einer zu niedrigen Decke herabhängt, und verweist so auf eine doppelte Preisgabe: Nicht nur wurde die Rebellion des Undergrounds ausgelöscht, sondern die zeitgenössische Kunst im Allgemeinen ist an den Rand gedrängt worden und siecht als nutzloser Luxus in einer Gesellschaft dahin, die ihr eigenes kollektives Schaffen nicht mehr wertschätzt.
Inmitten dieser angefeindeten Gemeinschaft und in diesem Herzen lokaler und europäischer Sorgen entfaltet sich die Ausstellung als Mikrokosmos des häuslichen Lebens in einer politischen Gefahrenzone. Im Inneren der ehemaligen Gaststätte erschaffen die Künstler:innen von Red Flags ein Labyrinth aus fragmentarischen Erzählungen. Jeder Raum bietet eine andere Geschichte – bevölkert von zeitgenössischen Archetypen und marginalisierten Figuren: Detektive, Tradwives, Sektenmitglieder, Camgirls und Vampire. In einer Zeit, in der die Rechte den öffentlichen Raum aggressiv instrumentalisiert, zieht sich die Ausstellung ins Private zurück – nur um zu offenbaren, dass es keinen sicheren Zufluchtsort gibt.
https://www.steirischerherbst.at/de/program/8162/ausstellung
Die Kirche Mariahilf ist eine Wallfahrtskirche und seit 1783 Pfarrkirche der Pfarre Graz-Mariahilf im Dekanat Graz-Mitte. An die Kirche angeschlossen ist das Minoritenkloster Graz. Es beherbergt auch das Kulturzentrum bei den Minoriten, in dem Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Literatur und Bildende Kunst stattfinden.

Gott hat kein Museum #02 | Eröffnung

„Gott hat kein Museum #02“ wurde am 12. September 2026 im Rahmen des steirischen herbst 26 eröffnet. Kurator Johannes Rauchenberger hielt eine umfassende Einführung in die 10 Abteilungen: „01 Erben“, „Religion & Gewalt“ (mit der Sonderausstellung von Eilfried Huth), „03 Wissen & Glauben“, „04 (Un-)Sichtbarkeit (mit Interventionen von Elisabeth Gschiel), „05 Muster“ (mit einem Gastbeitrag von Ali Beheshti und einer Installation von Elisabeth Gschiel), „06 Unendlichkeit und Erzählung“, „07 Codes“, „08 Zeug*innen“, „09 Hand, Fuß und Antlitz“ und „10 Aber.Glaube“.
Die Rede ist im Magazinformat hier nachzulesen. Die neue Jahresausstellung ist großteils bis zum 10. Juli 2027 zu besuchen. Sie führt das zum 50. Geburtstag des KULTUM im Vorjahr erstmals vorgestellte Museum für Religion in der Kunst der Gegenwart fort und interpretiert es jahrüber mit temporären Interventionen neu. Den Beginn machen Eilfried Huth, Elisabeth Gschiel und Ali Beheshti. Im Laufe des kommenden Jahres folgen Suse Stoisser und Hartwig Bischof. Zusätzliche Leihgaben stammen von Werner Hofmeister und Wilfried Gerstel. Ein ganz neues Altartriptychon entstand von Zlatko Kopljar – auch dieses ist ohne die Mystik nicht zu denken, wenngleich es „Verstörungen“ heißt.
https://www.kultum.at/einrichtung/137/gallery/gallery/25714.html
„Er reißt die Welt empor“: Werner
Hofmeisters Auseinandersetzung mit dem
Gekreuzigten, die zugleich eine Auferstehungsfigur abbildet.

Kunsthaus
Dandelion
Jakominiplatz
Dandelion