Gemeinde Neuhaus besucht die neuen Skulpturen im Museum Liaunig

Neuhauser Schönsonntagsbesuch bei der Skulpturenausstellung im Museum Liaunig auch auf der Suche nach der Antwort auf die Frage „Wo liegt Europa?“ #

Foto Patrick Skubel
Zwei Führungen für die Neuhauser Gemeindebürgerinnen durch die neuen Ausstellungen im Museum Liaunig
Foto Patrick Skubel
Auch am Nachmittag stellten sich noch zahlreiche interessierte Gäste ein
Das Museum Liaunig präsentiert mit „(K)ein Begriff – Skulpturales aus der Sammlung Liaunig“ eine umfassende Ausstellung zur Entwicklung und Erweiterung des Skulpturbegriffs seit 1945.
In den Mittelpunkt stellt Kuratorin Alexandra Schantl die Frage, was Skulptur heute bedeutet, nachdem sich der Begriff seit den 1960er-Jahren grundlegend gewandelt hat. Bereits seit den Readymades von Marcel Duchamp und den theoretischen Überlegungen von Rosalind E. Krauss gilt Skulptur als ein offenes Feld, das längst nicht mehr nur klassische dreidimensionale Objekte, sondern unterschiedlichste Materialien, Medien und Ausdrucksformen umfasst.
Larissa Marolt vor Millionenpublikum auf ARD
Privat verreist Model und Schauspielerin Larissa Marolt nur selten. Ihre Heimat Kärnten ist für die 33jährige Erholung und Rückzugsort zugleich. Hier, direkt am ‚Klopeiner See‘ verbringt sie ihre Kindheit. Das futuristisch anmutende ‚Museum Liaunig‘ nahe der Slowenische Grenze, ist einer ihrer Lieblingsorte.
Die von Alexandra Grimmer kuratierte Ausstellung im Skulpturendepot widmet sich dem bildhauerischen Werk des 1936 in St. Leonhard bei Freistadt (Oberösterreich) geboren Künstlers Robert Tauber. Gezeigt werden 29 Skulpturen und ein Relief aus den Jahren 1962 bis 1983 – ein konzentrierter Einblick in ein umfangreiches Œuvre, das rund 200 Arbeiten umfasst.

Upcoming

Karlheinz Essl
Zu.Schreibung – Klangerkundung im Skulpturendepot 

So. 21. Juni 2026, 11 Uhr

Der Komponist Karlheinz Essl erkundet mit seinem selbst entwickelten Synthesizer das Skulpturendepot des Museums und die dort gezeigten Skulpturen von Robert Tauber. Mit noch nie gehörten Klängen schreibt er sich in diesen gigantischen Raum mit seiner außergewöhnlichen Akustik ein und bringt ihn selbst zum Schwingen. Dadurch
wird das Depot zum integralen Bestandteil eines hybriden Instruments, das analoge Elektronik mit akustischen Resonatoren kombiniert.

Anstelle der üblichen Mischpulte, Verstärker und Lautsprecher verwendet Essl ein a das Wesentliche reduziertes, mobiles Equipment, mit dem er sich tastend und forschend auf eine Klangreise durch Raum und Zeit begibt. Das Publikum wird Zeuge eines einzigartigen Ereignisses, das speziell auf diesen Ort und die dort ausgestellten Kunstwerke abgestimmt ist und an keinem anderen Ort aufgeführt werden kann.

Info & Kartenverkauf
Kombi-Eintritt (Konzert + Museumseintritt am Tag der Veranstaltung): € 27,00
Ermäßigtes Ticket mit Ö1 Club-Mitgliedskarte: € 25,00

Karten können telefonisch oder per E-Mail gegen Vorauskassa bestellt sowie vor Ort im Museum Liaunig gekauft werden. Beschränktes Kartenkontingent aufgrund der Platzkapazität im Skulpturendepot.  

Kooperationspartner 
Ö1 | BMCA Blue Mountain Contemporary Art

Herbert Albrecht (1927–2021)
Kopf, 2001
Krastaler Marmor
Neu im Skulpturenpark Liaunig
Tony Cragg
Wo liegt Europa
Europe in steel
Bernhard Luginbühl – Pilzfigur mit Spirale
Manfred Wakolbinger Stampede
Seit der Eröffnung des Museums im Jahr 2008 begleitete Walter Schramm mit wachem Blick Ausstellungseröffnungen, Veranstaltungen und Begegnungen. Seine Fotografien bewegen sich zwischen Reportage, Portrait und situativer Beobachtung, ohne inszeniert zu wirken. Vielmehr zeigen sie Menschen in authentischen Momenten: im Gespräch, im Austausch, im Erleben von Kunst.
Elisabeth und Elmar Trenkwalder entfalten in der dreieckigen Sonderausstellungshalle einen eindrucksvollen künstlerischen Kosmos zwischen Realität und Imagination. Ausgehend vom Realen schaffen sie Werke, die als bewusste Überschreitung unserer Wirklichkeit verstanden
werden können.
In der Malerei von Elisabeth Trenkwalder (1961) spielt das Ornament eine tragende Rolle. In komplexen, häufig symmetrisch angelegten Bildkompositionen verdichten sich Naturbeobachtungen, Erinnerungen und innere Bilder zu vielschichtigen, oft kathedralenartig anmutenden Räumen. Ihre fein abgestimmte Farbpalette erzeugt sowohl zarte Übergänge als auch kraftvolle Kontraste und eröffnet Bildwelten zwischen organischer Erdung und traumhafter Entrücktheit.
Die monumentalen Skulpturen Elmar Trenkwalders (1959) beeindrucken durch ihre opulente Formensprache und eine kraftvolle, detailreiche Rhythmik. Organische und architektonische Elemente verschränken sich zu dynamischen Gebilden, die trotz ihrer Massivität in ständiger Bewegung zu sein scheinen. Symmetrie dient dabei als zentrales Ordnungsprinzip, wird jedoch bewusst gebrochen und in ein spannungsreiches Gleichgewicht überführt. Farbe, Licht und Raum wirken wesentlich an der Erscheinung der Arbeiten mit und lassen sie je nach Perspektive immer wieder neu erfahrbar werden. 

ELMAR und ELISABETH TRENKWALDER 

Katalog zur 1. Sonderausstellung 2026

Herausgeber: HL Museumsverwaltung GmbH
Grafikdesign und Herstellung: Daniel Pucher
Wien, April 2026

Deutsch 

Benoît Blanchard, Herta Pümpel 

ISBN: 978-3-9506075-1-2 

  • 18,- inkl. MwSt.

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https://www.museumliaunig.at/de/2026.html