Ort der musikalischen Begegnung sind diesmal die stilvollen Räumlichkeiten des Kulturstadls Maria Rojach #
Diknu Schneeberger zählt weltweit zu den profiliertesten Gitarristen in der Tradition des Gipsy-Swing. Durch einen glücklichen Zufall kreuzten sich seine musikalischen Wege mit denen des österreichischen Akkordeon-Virtuosen Christian Bakanic. Dieser machte sich zunächst ebenfalls in internationalen Jazz-Projekten und klassischen Kammermusikensembles einen Namen und findet in diesem Konzert auch zur steirischen Harmonika. Die Basis für die kreativen Höhenflüge der beiden bildet die gleichermaßen eingespielte wie einfühlsame Rhythmusgruppe mit Julian Wohlmuth an der Gitarre und Martin Heinzle am Kontrabass. Eine gelungene Mischung aus Gipsy-Swing, Balkan-Jazz, Tango und neuer Volksmusik lassen dich turbulent wie auch sanft durch den Abend fliegen und schon nach den ersten Takten wird klar: Dieses Ensemble versteht es wie kaum ein anderes, gleichzeitig Herz und Ohr zu betören. „Bella Via“ ist ein Roadtrip im besten Sinne, an dessen Ende mit einer eigenen Version von „Besame mucho“ der Sehnsucht nach Liebe gefrönt wird.
Musikerlegende Hofrat „Gugg“ Mallinger und sein Musikerkollege Martin Heinzle vom Schneeberger & Bakanic Quartett vor dem Rojacher Kulturstadl
Unermüdlicher Kultursommermotor Prof. Robert Gritsch
Das große Team des St. Pauler Kultursommers im Einsatz
Kulturstadl Maria Rojach und Familie Gönitzer
Begrüßung durch Kultursommerintendant Siegi Hoffmann
Sogar für ein Public Viewing für die zweite Halbzeit des WM-Sechzehntelfinalspiels Österreich gegen Spanien wurde gesorgt
Volles Haus live in Maria Rojach
Christian Bakanic
Zwei Virtuosen fusionieren ihre kreativen Kräfte: Der Gipsyjazz-Gitarrist Diknu Schneeberger und der stilistische Tausendsassa am Akkordeon, Christian Bakanic. In der internationalen Musikszene fest verankert, schlagen sie gemeinsam einen neuen Weg ein, der geprägt ist von spieltechnischer Exzellenz und musikalischem Erfindungsreichtum. Eine Schubladisierung: unmöglich! Es sind eigenständige Klangwelten, die Schneeberger und Bakanic im Spannungsfeld von swingendem Gipsyjazz, feurigem Balkangroove, lyrischen Melodien und kammermusikalischer Kompositionsform zaubern und durch improvisatorische Spontanität lebendig werden lassen.
Während Schneeberger für seine virtuosen Jazz-Improvisationen bekannt ist, greift Bakanic in diesem Projekt nach über 20 Jahren erstmals wieder zur Steirischen Harmonika, um alpine Wurzeln einfließen zu lassen.: Komplettiert wird das Ensemble durch Julian Wohlmuth an der Rhythmusgitarre und Martin Heinzle am Kontrabass. (Salzburger Festspiele)
Riesiger Applaus und Zeit für die Trinkpause
Viele bekannte Gesichter im Publikum und auch der ORF ist erfreulicherweise wieder dabei
Heimvorteil für Maturakollege Othmar Gönitzer
Ihr gemeinsames Debütalbum trägt den Titel „Avanti, avanti“ – italienisch für „Los geht’s, vorwärts“. Er steht synonym für die zielstrebige Zusammenarbeit von Schneeberger und Bakanic, die von Martin Heinzle am Kontrabass und Julian Wohlmuth an der Rhythmusgitarre, getragen wird. Das titelgebende Stück „Avanti, Avanti“ eröffnet das Album auch: Ein rasanter Polka-Ritt mit galoppierenden Soli, mit denen die Musiker zu neuen Ufern aufbrechen. Zugleich eine Einladung an das Publikum, den neuen, ereignisreichen Pfaden von Bakanic und Schneeberger nachzuspüren und ihren spannenden und berührenden Geschichten zu lauschen.
Kurzer Seitenblick wenige Minuten vor Ende des Konzertes ist in Los Angeles gerade die ominöse Hydration Break und Österreich hält gerade noch das 0 : 0 …
„Das ist mein erstes Instrument, ich komme ja eigentlich aus der Volksmusik“, schildert Bakanic. „Da hat sich auch einiges getan im Instrumentenbau. Der Klang der Steirischen ist nicht mehr so grob, aber immer noch so speziell und unmittelbar, dass er direkt ins Herz geht.“ Nicht nur „River Tales“, auch Bakanics Kompositionen „Avanti, Avanti“ und ganz besonders „Pannonia“ sind vom Klangbild dieses diatonischen Instruments geprägt. „Da beschreibe ich die Landschaft, aus der ich komme“, erzählt der Südburgenländer. „Die Alpenausläufer, dann sieht man von dem Hügel, auf dem ich aufgewachsen bin, auf die pannonische Tiefebene bis nach Ungarn. Und ich finde, das hat eine spezielle Stimmung, die, wie ich glaube, das Lied ganz gut trifft: Warme Akkorde, warmer Sommer, ein bisschen die Kühle der Alpen noch im Rücken – das ist für mich Pannonia.“