Zwei wunderbare Kärntenabenteuer: Vierbergelauf mit Fünferteam aus Pudlach und Metnitztal-Radtour von St. Salvator über Grades nach Metnitz

Großartige Erlebnisse standen auch heuer rund um den Dreinagelfreitag für tausende Kärntnerinnen und Kärntner am Programm, so auch für zahlreiche PudlacherInnen, die sich am Vierbergelauf beteiligten oder den Tag für eine ausgedehnte Kärntentour mit vielen neuen Einblicken nutzten #
Unsere VierbergeläuferInnen haben es wieder geschafft: Der Lorenziberg, hoch über St. Veit ist erreicht.
Start am Donnerstagabend am Klagenfurter Hauptbahnhof
Taxi Maxi bringt die Vierbergler zeitgerecht und sicher auf den Magdalensberg
Eintreffen am Parkplatz bei den Ausgrabungen am Magdalensberg
Start des Vierbergelaufes 2026, diesmal schon zeitig vor Mitternacht
In loving memory in der Kirche am Magdalensberg
Wenige Stunden später ist auch der anstrengende Anstieg auf den Ulrichsberg geschafft
Das Licht des Kreuzes im Morgengrauen
Labestationen on the road
Mitte Vormittag ist der Veitsberg erreicht
At the same time: Morgenzeitungslektüre in Pudlach
Abschlussmesse des Jauntaler Dreibergelaufs in Heiligengrab
Morgendliche Fahrt durch das Jauntal ins Vierbergeland
Erste Station diesmal der majestätische Dom zu Maria Saal
Unterwegs von Maria Saal zum Herzogstuhl
Hunnenbrunn bei St. Veit
St. Salvator im Metnitztal
Start unserer wunderbaren Metnitztal-Radtour
Abzweigung des Metnitzer Radweges nach Grades
Schloss Grades
Marktplatz von Grades
Ein dreistöckiges Bürgerhaus, das so genannte „Brunnwirt-Haus“ im Zentrum von Grades im Metnitztal schmücken (noch) Fresken von Switbert Lobisser, der in den 1920-er und 1930-er Jahren des vorigen Jahrhunderts Kärntens führender Landschaftsmaler und Holzschneider war. Das Haus, auf dem die Fresken angebracht sind, steht nicht unter Denkmalschutz, es ist ein privates Gebäude.
Die Lobisserfresken sollen, wenn es nach dem Metnitzer Bürgermeister geht, in den kommenden Jahren saniert werden
Fresken von Switbert Lobisser
Die Wallfahrtskirche St. Wolfgang ob Grades – mit der noch sehr gut erhaltenen Wehranlage – ist kunsthistorisch eine der bedeutendsten Kirchenburgen der Spätgotik in Österreich. Das auch deshalb, weil sowohl der Bau an sich als auch die Innenausstattung in den späteren Epochen kaum verändert wurden. 
https://www.pfarre-grades.at/st-wolfgang-ob-grades/
1973 wurden die Gemeinden Metnitz und Grades zur heute bestehenden Gemeinde Metnitz vereinigt. Gleichzeitig trat die Gemeinde Metnitz den Bereich Flattnitz an die damals neu gegründete Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz ab; jenes Gebiet gehört mittlerweile durch die Aufteilung der Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz zur Gemeinde Glödnitz. Im Wappen von Metnitz ist „in Rot ein silberner Schwan, nach rechts schreitend auf schwarzem, silbern gefassten Felsen“ dargestellt. Es beruht auf einem Marktsiegel aus der Zeit Maria Theresias (Gewerbesteuerliste vom 9. März 1751).
Ship of death by Hans-Peter-Profunser in Metnitz
Totenschiff von Hans-Peter-Profunser in Metnitz
Das Totenschiff vom Bildhauer Hanspeter Profunser, aufgestellt am Pfarrplatz in Metnitz, diente als Bühnenbild für eine Totentanzaufführung. Die scherenschnittartigen Figuren und die Texte stammen aus dem Lippl-Totentanz. Die bräunliche Farbe zeigt die Vergänglichkeit des Lebens.
Metnitzer Totentanzspiel
Es entstand aus den liturgischen Spielen, wie sie im auslaufenden Mittelalter üblich waren. In der
geografisch abgeschlossenen Gegend des Marktes Metnitz hat sich diese literarische Kostbarkeit bis
heute erhalten.
„Es muss nur sein, ich geb mich drein, der Tod will mit mir ringen. Mein Lebenslauf hört bei mir auf, ich kanns nicht weiter bringen.“
So beginnt das Schlusslied des Metnitzer Totentanzes. Das Spiel beruht auf Liedern aus dem 16./17. Jh. und thematisiert die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod, der weder Standes- noch Altersunterschiede kennt. Nur zu oft unerwartet und unerbittlich tritt er vor den einzelnen und holt ihn gleichsam „zum Tanz.“
In Metnitz wird das Spiel bereichert um Kärntner Totenlieder, als „Metnitzer Totentanz“ periodisch aufgeführt. Der Inhalt ist einfach und geradlinig: der Engel gibt das Thema an: „Auf, auf, o Mensch, mach dich bereit,…es gilt ein Kranz, der Tod rufet allen nach sein Gefallen zu seinem Tanz.“ Nachdem der Tod einen nach dem anderen zu seinem Tanz geholt hat, klingt das Spiel mit der Erkenntnis aus: „Tretet all zu meinem Reigen dar, die ihr das Leben schon habt gegeben in Gottes Händ zum seligen End!“
Am ehemaligen Friedhof, südlich der Pfarrkirche von Metnitz steht der Karner mit den berühmten Totentanzfresken. Es handelt sich um einen oktogonalen Bau mit steilem Pyramidendach, das in einen oktogonalen Dachreiter mündet, ebenfalls mit Pyramidendach, mit Messingkugel und Kreuz. Ostseitig angebauter kleiner 5/8 Chor. https://www.kleindenkmaeler.at/detail/karner_metnitz
Rechts vom nordseitigen Portal ausgehend führt ein ca. 1, 20 m hoher und ca. 50 m langer Fries mit einem deutschsprachigen Spruchband rings um den Karner – heute eine Rekonstruktion des originalen, nur mehr fragmentarisch erhaltenen Totentanzfreskos. https://www.kleindenkmaeler.at/detail/karner_metnitz
Metnitz „Zentrum des Totentanzes“
Metnitz hat mit dem Totentanz eine Sonderstellung in Österreich und weit darüber hinaus. Es ist kein anderer Ort in Europa bekannt, an dem der Totentanz so vielfältig in Erscheinung tritt wie in Metnitz. Ein monumentales mittelalterliches Totentanzfresko, ein mittelalterlicher Karner mit Freskenkopien, ein Totenschiff und moderne Totentanzdarstellungen findet man hier sowie das beeindruckende Metnitzer Totentanzspiel, das bereits international bekannt ist, kann man alle 4 Jahre erleben.
Der gotische Karner (Beinhaus) stammt aus der Zeit um 1500. 1964 wurde er zur Friedhofskapelle umfunktioniert und dient als Aufbahrungsraum.
Die von der Witterung stark in Mitleidenschaft gezogenen Freskenfragmente des Totentanzes – das einzige spätmittelalterliche Fresko deutschsprachiger Überlieferung in Österreich – wurden 1968/69 vom Bundesdenkmalamt abgelöst, restauriert und in einem eigenen kleinen Museum neben der Kirche untergebracht. Den Totentanz an der Außenwand des Karners ließ die Gemeinde Metnitz nach Vorlagen aus dem 19. Jh. und dem „Heidelberger Blockbuch“ von 1465 rekonstruieren.
An das Fresko knüpft sich das von einer Laienspielgruppe und Metnitzer Chören aufgeführte Volksschauspiel des Totentanzes.
Weitere Informationen:
www.totentanz.eu
https://www.totentanz.eu/
Friesach
Ankunft der „Taxis“ für die Vierbergler in Nussberg bei St. Veit an der Glan
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Das Ziel, der Lorenziberg ist in Sicht
Es ist geschafft! Herzliche Gratulation!
Eintreffen der Vierbergler am Parkplatz in Nussberg